Chancengerechte Bildung

Die soziale Selektivität des deutschen Bildungssystems ist ausgesprochen hoch. Das Handlungsfeld Chancengerechte Bildung untersucht, inwieweit im deutschen Hochschulsystem gleiche Bildungschancen bestehen – unabhängig von Herkunft und familiärem Hintergrund. 

Schüler mit Migrationshintergrund und Kinder aus nichtakademischem Elternhaus schaffen es immer noch viel zu selten an die Hochschule und sind im Studium weniger erfolgreich. Ziel des Handlungsfeldes Chancengerechte Bildung ist es, die Erfolgschancen dieser Schüler zu verbessern. Konkret bedeutet dies, dass sich der Anteil dieser Personengruppen in der Gesellschaft auch unter den Studierenden widerspiegeln soll. Der Hochschul-Bildungs-Report setzt sich bis zum Jahr 2020 zum Ziel, die Studierquote ausländischer Studienberechtigter mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung (sogenannte Bildungsinländer) und studienberechtigter Nichtakademikerkinder mit 80 Prozent auf die Studierquote von deutschen Akademikerkindern anzuheben. Analog zur Situation an Gymnasien soll der Anteil von Studierenden mit Migrationshintergrund gesteigert werden.

 

Vielfalt und Integration – wir bei IBM nennen dies Diversity & Inclusion – sichern uns ein breites Spektrum an Perspektiven und eine hohe Innovationskraft, um den Herausforderungen am Markt zu begegnen.
Foto: Fahry/IBM

Martina Koederitz

Vorsitzende der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH und Themenbotschafterin Chancengerechte Bildung

Indexentwicklung: Mehr Bildungsinländer studieren

Nur wenig Dynamik: Der Index im Handlungsfeld Chancengerechte Bildung ist im Vergleich zum Vorjahr um einen Punkt auf 19 Punkte gestiegen.

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Bildungsinländerinnen studieren mehr und erfolgreicher
(Fokus 2016)

Trotz der insgesamt schwachen Entwicklung hält das Handlungsfeld Chancengerechte Bildung eine Erfolgsgeschichte in Sachen Diversität bereit:

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Das Auslandsstudium hängt vom Geldbeutel ab
(Fokus 2015)

Studierende aus bildungsfernen Familien studieren deutlich seltener im Ausland als Studierende aus bildungsnahen Elternhäusern. Einer der Hauptgründe dafür ist das fehlende Geld für ein Auslandsstudium.

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Fachkräftepotenziale von Zuwanderern
(Fokus 2015)

Zuwanderer nach Deutschland sind häufig hoch qualifiziert – und damit ein Gewinn für den deutschen Arbeitsmarkt zur Behebung des Fachkräftemangels. Allein in der Gruppe der Flüchtlinge besitzt jeder fünfte einen akademischen Abschluss. Doch ihre Integration in den deutschen Arbeitsmarkt verläuft schleppend.

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Zu arm für Exzellenz?
(Fokus 2014)

Studierende mit BAföG-Anspruch erhalten – egal, wo sie wohnen – eine Wohnpauschale von 224 Euro im Monat. Doch acht der neun »Exzellenzunis« haben ihren Standort in einer der 20 teuersten Studentenstädte Deutschlands. Können sich ärmere Studierende ein Studium dort überhaupt leisten?

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Womit Bildungsaufsteiger kämpfen

„Der Aufstieg von ganz unten nach ganz oben hat mir mehr zu tun, als mit Vokabeln und Formeln lernen.“

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Videointerview mit Aladin El-Mafaalani, Politikprofessor an der FH Münster

Förderprogramme des Stifterverbandes im Handlungsfeld Chancengerechte Bildung

Studienpioniere

Diversity-Audit

Innovative Studieneingangsphase

Der Hochschul-Bildungs-Report 2020 ist eine Initiative von