Index & Datenportal

» Hochschul-Bildungs-Index entwickelt sich positiv.
» Diversität der Studierendenschaft steigt.
» Betreuung, Beschäftigungsfähigkeit und Praxisbezug werden durch Studierende weiterhin deutlich negativ bewertet.

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Hochschul-Bildungs-Index

Halbzeit für den Hochschul-Bildungs-Report – die gute Nachricht: Im vierten von acht geplanten Jahren, in denen der Hochschul-Bildungs-Index erhoben wird, steigt der Gesamtindex um 6 auf 22 Punkte. Dies entspricht einem Zuwachs von 37,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alle Handlungsfelder haben sich positiv entwickelt. Die schlechte Nachricht: Trotz dieser positiven Entwicklung verfehlt der Hochschul-Bildungs-Index dennoch die für 2014 gesetzte Zielmarke von 40 Punkten deutlich. Dies gilt auch für alle sechs Handlungsfelder: Eine nur leicht positive, respektive stagnierende Entwicklung zeigt sich in den Handlungsfeldern Chancengerechte Bildung (plus 1 auf 19 Punkte) und Quartäre Bildung (plus 2 auf 19 Punkte). Ein deutlicherer Positivtrend ist in den Bereichen Beruflich-akademische Bildung (plus 5 auf 24 Punkte) und MINT-Bildung (plus 8 auf 17 Punkte) zu verzeichnen. Die Handlungsfelder Internationale Bildung und Lehrer-Bildung machen mit jeweils einem Zuwachs von 11 Punkten einen besonders bemerkenswerten Sprung. Insbesondere für das Handlungsfeld Lehrer-Bildung hat dies nach den Negativentwicklungen der vergangenen Jahre mit bis zu 6 Punkten unter dem Basiswert eine große Bedeutung.

Zieldimensionen

In Hinblick auf die drei Zieldimensionen hat sich der Gesamtindex in ganz unterschiedlicher Weise weiterentwickelt: Mit 40 Punkten schafft der Akademikerbedarf eine Punktlandung bei der Zielerreichung (plus 3 Punkte). Dem quantitativen Ziel, den Bedarf an hoch Qualifizierten decken zu können, wird ausreichend Rechnung getragen. Die Zieldimension Diversität macht im Vergleich zum Vorjahr mit 15 Punkten den größten Sprung. Wenngleich sie mit nun 24 Punkten das für 2014 gesetzte Ziel verfehlt, ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass beispielsweise Bildungsin- und -ausländern, Studierenden ohne Abitur oder Männern und Frauen in bestimmten Fächern der Zugang zum deutschen Bildungssystem weiter geöffnet worden ist. Problematisch bleibt weiterhin die Zieldimension zur Nachfrageorientierung, die erstmals ihren Negativtrend umgekehrt hat: Trotz Verbesserung um 13 Punkte liegt die Zieldimension nunmehr bei 4 Punkten. Insbesondere die Unzufriedenheit bezüglich Betreuung, Beschäftigungsfähigkeit, Praxisbezug und das nicht an den Bedürfnissen der Studierenden orientierte Studienangebot führten in den vergangenen Jahren zu starken negativen Entwicklungen in diesem Feld. Im Jahr 2014 zeigen sich nun, womöglich auch unterstützt durch umfangreiche Programme wie dem vom Bund geförderten Qualitätspakt Lehre, erste positive Entwicklungen, welche sich auch in den Zahlen des Hochschul-Bildungs-Index niederschlagen.

Datenportal

Das Datenportal zum Hochschul-Bildungs-Report stellt zum einen die Indexwerte und ihre Entwicklung für alle Indikatoren dar und zum anderen alle Primärdaten, welche diesen zugrunde liegen.

Das Datenportal bietet nicht nur die Möglichkeit, Zahlen und Daten nach den Handlungsfeldern des Reports auszugeben, sondern ermöglicht es auch, diese nach verschiedenen Suchkriterien zu filtern und neu zusammenzusetzen. So können beispielsweise alle Indexwerte zu Erfolgsquoten, zu genderrelevanten Fragen oder zur Betreuungszufriedenheit quer über alle Handlungsfelder hinweg gegenübergestellt werden. Neben der Darstellung der Indexwerte gibt es außerdem – wo verfügbar – zu allen Primärdaten Auswertungen nach Geschlecht, Bundesland und Hochschultyp.

Der Hochschul-Bildungs-Report 2020 ist eine Initiative von